Der Bau eines Eigenheims ist immer ein interessantes aber auch risikoreiches Unterfangen. Mit der richtigen Immobilienfinanzierung wird jedem Bauherrn jedoch einige Last von den Schultern genommen. Bevor jedoch ein Kredit aufgenommen wird, sollten grundsätzliche Überlegungen getroffen werden.
Bei der Baufinanzierung geht es immer um große Summen, denn Immobilien sind teuer. Darum ist eine Entscheidung für eine Immobilien-finanzierung immer auch eine Entscheidung fürs Leben. Kleine Fehler summieren sich über die Jahre zu einigen tausend Euro. Wer kein Finanzierungsprofi ist, der sollte den Rat von einem erfahrenen Experten im Bereich der Bau- und Hausfinanzierung in Anspruch nehmen und die Leistung der Finanzierer vergleichen.
Zunächst setzt die Baufinanzierung eine Eigenkapitalquote voraus. Das heißt, wird ein Bauvorhaben geplant, muss der Kreditnehmer Eigenkapital mitbringen. Viele Kreditinstitute setzen beispielsweise beim Bau eines Einfamilienhauses eine Quote von 20 % bis 30 % der gesamten Darlehenssumme voraus. Diese Maßnahme dient in erster Linie zur Absicherung des Kreditgebers. Als Eigenkapital können jedoch auch Eigenleistungen während des Bauvorhabens angesehen werden.
Des Weiteren sollte sich der Kreditnehmer bereits im Vorfeld im Klaren sein, wie hoch die monatliche Belastung der Rückzahlung sein kann, denn es handelt sich hier um eine langfristige Belastung – meist bis zu 28 Jahren.
Die Besicherung von Baufinanzierungen dient dem Kreditinstitut aufgrund der langen Laufzeit vor dem Kreditausfallrisiko. Die Besicherung erfolgt in Form einer Grundschuld. Diese umfasst den gesamten Darlehensbetrag und wird in das Grundbuch eingetragen. Auch Hypotheken kommen hier zum Einsatz. Kann der Kreditnehmer seinen Rückzahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen und gerät in Verzug, so ist der Darlehensgeber berechtigt, eine Zwangsvollstreckung durchzuführen, um so den geschuldeten Betrag zu erhalten. Kreditinstitute setzen zur Besicherung ihrer Darlehen ferner eine Risikolebensversicherung des Darlehensnehmers voraus. Diese schützt Darlehensgeber und auch Familienangehörige des Darlehensnehmers gegen sein frühzeitiges Ableben.
Personen, die nicht genügend Eigenkapital aufweisen können, aber dennoch einen Hausbau anstreben, können auf staatliche Förderungen zurückgreifen. Bis Januar 2006 wurde die staatliche Förderung in Form von Eigenheimzulagen gewährt.
Jedes Bundesland gewährt jedoch zinsvergünstigte Baudarlehen. Jedoch müssen auch hier einige Kriterien erfüllt sein.
Ganz ohne Eigenkapital ist auch eine Finanzierung mit staatlichen Mitteln nicht möglich. Das Eigenkapital kann jedoch in Form von eigener Arbeitsleistung aufgewertet werden. Die Eigenkapitalquote muss auch hier immerhin zwischen 15 % bis 20 % betragen.
Die Gewährung derartiger Fördermittel ist weiterhin an das Einkommen geknüpft. Die Einkommensgrenze liegt bei einem 2-Personen-Haushalt derzeit bei 18.000,00 Euro.
Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Bauvorhaben sind Bausparverträge. Diese werden bei Bausparkassen abgeschlossen und bilden nach ihrer Ansparphase eine Grundlage für ein Bauspardarlehen. Der Bausparvertrag wird über eine bestimmte Summe abgeschlossen. Ist diese Summe bei Ablauf des Vertrages nicht erreicht, gewährt die Bausparkasse ein Bauspardarlehen, um den Differenzbetrag zwischen Gesamtsumme und bereit abgespartem Betrag.
Gerade im Bereich der Baufinanzierung kann mit einem gezielten Vergleich der Kreditinstitute und Darlehensbedingungen bares Geld gespart werden. Je nach eigener finanzieller Situation sollten möglichst viele Angebote eingeholt werden. Ein ausführliches Gespräch mit dem Kundenberater des Darlehen gebenden Kreditinstitutes hilft, die eigene Lage einzuschätzen und offene Fragen zu klären.
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